var1=Schamanismus, Curanderismo:ഀ Schamanismus hat, wie fälschlicher Weise oft angenommen, nichts mit Esoterik zu tun. Sondern ist eine Jahrtausend alte Methode um zu Heilen und gewisse Dinge zu erfahren wo andere Menschen keinen Zugang haben. Früher gab es überall auf der Welt Schamanen, jetzt fast nur noch dort wo Naturvölker leben. Schamanismus ist nicht an eine bestimmte Religion oder einen bestimmten Glauben gebunden. Auch hat es nichts mit einer Sekte zu tun, es gibt sowohl im Buddhismus,Hinduismus, wie auch unter Katholiken Menschen mit diesen besonderen Fähigkeiten. Wie wurde bzw. wir jemand also so ein Heiler ? Man spricht von einer Initiationskrankheit, wenn z.B. jemand eine schlimme Krankheit überlebt hat und schon mehr im Jenseits als im Hier und Jetzt war, sagt man er oder sie haben besondere Fähigkeiten. Oder wenn ein Meister sich eines Schülers annimmt und ihn in diese Tradition einweiht, aber auch wenn es in der Familie von Generation zu Generation weitergegeben wird. Das Interessante ist, dass fast alle auf dem Erdball verteilten Schamanen Gemeinsamkeiten haben. Wie zum Beispiel das die Natur beseelt ist, oder die Veränderung des Bewusstseinzustandes. Allerdings wird je nach Land bzw. Gebiet unterschiedlich vorgegangen. Manche benutzen dazu den bekannten monotonen Trommel Rhythmus, oder den monotonen Klang der Rassel. ഀ In Südamerika gibt es Gebiete wo bestimmte (kulturell wertvolle) Pflanzen mit großem Respekt und unter Beachtung strikter Richtlinien eingenommen werden um den Bewusstseinszustand zu verändern. Bei den Naturvölkern will eigentlich niemand freiwillig Schamane oder Curandero werden, weil damit eine große Eigenverantwortung und Verantwortung für andere Menschen die zu ihm kommen verbunden ist. Es geht also in den meisten Fällen nicht ums heilen wollen, sondern um das Heilen müssen. Man hat also auch sehr viele Pflichten, ohne in einem Abhängigkeitsverhältnis zu stehen. Interessanterweise bezeichnen Schamanen gewisse Charaktermerkmale die wir als Eigenschaften bezeichnen als Krankheit. So behaupten sie um nur ein kleines Beispiel zu geben das Neid und Geiz eine Krankheit ist. Das sollte unserer westlichen Industriegesellschaft eigentlich zu denken geben. Nicht umsonst sagt man bei uns: „Den frist der Neid“. Tatsächlich kann man schon alleine von der Denkweise einiges lernen.Außer bestimmter Techniken und den Umgang mit der Spirituellen Welt geht es vor allem um die Lebenseinstellung und den Weg den jeder Heiler geht. Daher kann man auch nicht einen bestimmten Zeitraum angeben wie schnell die Heilung erfolgt. Der Heiler selbst muss innerlich sehr stark sein und oftmals viel meditieren. Im Amazonasgebiet gehen mächtige Schamanen bzw. Curanderos oftmals für lange Zeit alleine unter strenger Diät in den Dschungel um Visionen und Kraft zu erlangen. Diese bekommt man auch nur wenn man sich als würdig erweist. Auch Sterbebegleitung ist aus schamanischer Sicht ein wichtiger Faktor um den Übergang zu erleichtern. Schamanen können oftmals gegenseitig ihre Macht und Heilkraft an den Spirits erkennen die sie umgeben. Aber warum sind diese Heiler noch immer so erfolgreich ? Weil sie nach wie vor zumindest immer: Körper, Geist und Seele mit einbeziehen.Nachdem wir uns in der heutigen Gesellschaft meist nur auf das Körperliche reduzieren, und diesen auch regelmäßig reinigen, beachten wir zu wenig das Seelische. Was passiert mit unserem seelischen Müll der sich im Laufe der Zeit ansammelt ? Machen wir dagegen nichts, werden sich anfangs leichte körperliche, dann schwere körperliche Krankheiten einstellen. Schamanismus wurde 1980 von der WHO (Welt Gesundheits-Organisation) als alternative Heilmethode anerkannt.Einige Techniken der Schamanen bzw. Curanderos sind: Limpiadas (Reinigungen): dabei wird der Energiekörper von den Altlasten energetisch gereinigt, um Blockaden zu lösen.Extraktion: ein Eindringling der sich in Form von einem Geschwür oder Zyste im Körper eingenistet hat, wird ausgesaugt und traditionell vernichtet.Seelerückholungen: Die Schamanen gehen davon aus und können es auch bei Menschen sehen das ein Teil der Seele bei schwerem Schock oder traumatischem Erlebnis (auch wenn es schon lange Zeit zurück liegt) verloren geht. Also wird mit bestimmten Techniken jener verlorener Seelenanteil wieder zurück geholt. Bei sämtlichen Behandlungen wird nicht chirurgisch gearbeitet.ഀ